
Der XING-Gründer an der Hochschule Bochum
Am 4.11. war Lars Hinrichs, bekannt u.a. als Gründer von XING, an der Hochschule Bochum zu Gast. In einem informativen und kurzweiligen Dialog mit Prof. Tobias Kollmann, Inhaber des Lehrstuhls für BWL und Wirtschaftsinformatik, insb. E-Business und E-Entrepreneurship an der Uni Duisburg-Essen, berichtete Lars Hinrichs von seinem Werdegang als Unternehmer.
Hinrichs hat seine Anteile an der XING AG im November 2009 verkauft und schied Anfang 2010 aus dem Aufsichtrat des Unternehmens aus. Seit Mitte 2010 ist Hinrichs der “Executive Geek” von HackFwd. Ziel von HackFwd ist es, Gründern in der Pre-Seed-Phase den Rücken frei zu halten. Dabei zielt HackFwd vor allem auf das Potenzial der „Entwickler“ ab. Bis zu drei Personen pro Team zahlt das Unternehmen ihr bisheriges Gehalt, damit sie sich voll auf Programmieren und die Ausgestaltung ihrer Geschäftsidee konzentrieren können. Zusätzlich werden die angehenden Gründer bei der Buchhaltung, in rechtlichen Fragen oder im Marketing unterstützt. Die Gegenleitsung: 27% der Anteile am neu gegründeten Unternehmen.
Auf Nachfrage von Kollmann verriet Hinrichs, dass er Businessplanschreiben in der Gründungsphase als einen “Fehler” ansieht, dass er wenig von klassischen Businessplänen hält: “Das sind Formalien, die dazu taugen einem den nötigen Drive zu nehmen. Natürlich muss sich eine Idee rechnen, aber es genügt festzustellen, ob es hinreicht, also überhaupt Sinn macht. Ich mache mir dafür lieber eine Excel-Datei. Die reicht für mein Verständnis völlig aus”, erzählte Hinrichs. Wer ein erfolgreicher Unternehmer werden wolle, der müsse ebenso beratungsresistent wie kreativ sein, Dinge “völlig anders machen wollen als der Rest”, und Geld nicht als Hauptziel ansehen, sondern als Nebenprodukt aus leidenschaftlicher Arbeit.
Neben Fragen zu HackFwd und Tipps für den Gründungsprozess verriet Hinrichs den Zuhörern darüber hinaus seine Affinität zur TV-Serie South Park und klärte im Dialog mit Kollmann, dass ihm Star Wars besser gefalle als Star Trek.
An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an die beiden Protagonisten für einen unterhaltsamen Nachmittag.
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